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Desire. Gier unter Ulmen
(Eugen O´Neill / Thalia Theater Hamburg)

Inhalt: Eine einsame Farm in Amerikas steinigem Osten. Der alte Ephraim Cabot hat zum dritten Mal geheiratet. Abbie, die junge Frau, die nur des Besitzes wegen die Ehe eingegangen ist, stellt seinem jüngsten Sohn Eben nach. Die älteren Halbbrüder verlassen die Farm gen Westen, ausbezahlt von Eben, dem legitimen Erben. Der Alte ist bereit, seinen Sohn zu enterben, falls Abbie ihm einen Sohn schenkt. Eine dramatische Geschichte, voll Todestrauer und voll wilder, unbezwingbarer Gier. Da ist das Verlangen nach Besitz und Macht, da ist die Sehnsucht nach Liebe. Ein Vater, der das Altwerden und seinen Sohn hasst, ein Sohn, der aufbegehrt und nicht siegen kann. Eine Frau, die zwischen Vater und Sohn steht. (Quelle: www.thalia-theater.de)

Inszenierung: Jürgen Kruse
Besetzung: Andreas Pietschmann, Michael Altmann, Judith Rosmair, Benjamin Utzerath, Clemens Dönicke, Peter Maertens, Jörg Lichtenstein, u.a.
Premiere: 23. März 2002

Presse

„Auch wenn Kruse manches Zitat, manchen Wortwitz bis zum Äußersten ausreizt und die Inszenierung vor allem im zweiten Teil deutliche Längen aufweist – das Ensemble zeigt sich in Hochform.“
(Hamburger Morgenpost, 25.03.2002, Brigitte Scholz)

„Halbbruder Eben (Andreas Pietschmann) führt den Haushalt in der Farm unter den Ulmen, deren mit blutroten Blättern bewachsene Äste über der schön verspielten Bühne (Steffi Bruhns) den Himmel verdüstern. Licht ist Mangelware bei den Cabots; die Gesichter werfen harte Schatten auf sich selbst. Eben hat den Engel im Blick und den Teufel im Leib. Er bebt vor aufplatzender Lebensgier.“ (Die Welt, 24.03.2002, Tom R. Schulz)

„Schauspieler und Stück sind stark genug, wie man in der Verführungsszene zwischen Eben und Abbie sieht. Wie die beiden umeinander herumschleichen, wie sie einander begehren, zeigt sich, wenn sie, weit voneinander entfernt, nur mit ausgestreckten Zeigefingern langsam und wie vom unsichtbaren Band gezogen aufeinander zugehen, ganz so, wie Michelangelo es für sein Wandbild "Die Erschaffung Adams" erfunden hat. Das ist spannend, sinnlich und verständlich. Mehr braucht gutes Theater nicht.“ (Hamburger Abendblatt, 25.03.2002, Armgard Seegers)
 
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