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Die Glasmenagerie
(Tennessee Williams /Maxim Gorki Theater Berlin)

Inhalt: Amanda Wingfield lebt mit ihren erwachsenen Kindern Tom und Laura in einfachsten Verhältnissen. Ihr Mann hat die Familie vor Jahren verlassen. Zurück blieben sein Foto und ein Grammophon. Seit Jahren ernährt Tom die Familie durch seine Arbeit in einem Lagerhaus, flieht aber jeden Abend vor der Tristesse seines Alltages in die Welt des Kinos. Die Mutter schwärmt von ihrer Jugend und einer verlorenen Zeit, in der sie in der Gesellschaft noch anerkannt und geachtet war. Die Tochter Laura aber ist ganz auf ihre Sammlung zerbrechlicher Glastiere konzentriert. Diese Menagerie sonderbarer Figuren lässt sie die Realität und ihr Scheitern in einer Welt, fern jeder beruflichen und persönlichen Zukunft, immer wieder aufs Neue vergessen. Alle drei leben in einer Fantasiewelt. Bis Tom eines Tages, auf Wunsch der Mutter, seinen Arbeitskollegen Jim zum Abendessen mitbringt. In seiner Gegenwart blüht die scheue Laura auf und Amanda setzt all ihre Energie in eine zukünftige Beziehung.
(Quelle: www.gorki.de)

Inszenierung: Milan Peschel
Besetzung: Christin König, Ninja Stangenberg, Roland Kukulies, Andreas Pietschmann
Livegesang/Musik: Maike Rosa
Bühne/Kostüme: Moritz Müller
Dramaturgie: Andrea Koschwitz
Premiere: 13. März 2010 (Berlin)

Presse

„Auch der schluffige Jim von Andreas Pietschmann und die gegen Ende überraschend Initiav-freudige Laura von Ninja Stangenberg geben wohltuend wider den Strich gebürstete Figuren ab. Laura ist es, die die wilde Knutscherei mit Jim anzettelt. Und als der strebsame Hanswurst sie kurz darauf wieder fallen lässt, hat sie das letzte Wort: "Gibt es denn nichts, wofür Sie sich mehr interessieren, als für alles andere?", wiederholt sie seine Frage. Ihre Antwort "wie ich schon sagte – habe ich – meine Glassammlung" ist eine Absage an die geforderte lebenspraktische Zielstrebigkeit, eine Feier des interesselosen Träumens.“ (www.nachtkritik.de)

„Im zweiten Teil keinerlei Spannungsabfall. Peschel stellt das Stück nun vom Kopf wieder auf die Füße. Es ist anrührend wie sich Ninja Stangenberg und Andreas Pietschmann als schüchterne nach Liebe gierende Menschen erst vorsichtig abtasten, dann traumschwärmerisch tanzen und am Ende doch unfähig sind zueinander zu finden.“
(Kommentar auf www.nachtkritik.de)

„Der von Tom für Laura angeschleppte Heiratskandidat Jim (Andreas Pietschmann) schließlich berichtet unter akuten Stotteranfällen von seinem erfolgreich abgeschlossenen Rhetorikkurs für künftige Leitungsfunktionäre. Kurzum: Man amüsiert sich prächtig im Maxim Gorki Theater, gern auch unter Niveau.“ (www.tagesspiegel.de)

„Schließlich Andreas Pietschmann als Jim O´Connor. Er spielt den sonst vor Kraft und Lebensfreude strotzenden Arbeitskollegen von Tom, der auserkoren wurde, Laura den Hof zu machen, diesmal ganz anders: als jemand, der unruhig zittert, nervös stottert und genauso armselig und verlogen ist wie die Wingfields.“ (www.kulturradio.de)

„Dass das gläserne Einhorn, Lauras Lieblingsstück in ihrer Glastierchensammlung, 13 Jahre alt werden konnte, grenzt in der Peschel-Welt an ein Wunder. Doch auf Wunsch des Dramatikers wird das Fabelwesen in den ungeschickten Händen von Jim O'Connor (Andreas Pietschmann) zum einfachen Pferd, indem Jim ihm das beste Stück abbricht. Ohne es zu wissen, stellt der Tollpatsch die letzte Hoffnung auf Rettung für die Wingfields dar. Er soll sich in Laura verlieben, sie heiraten, damit Tom endlich aus der Ernährer-Pflicht ist und - zur Schonung des Wingfield'schen Nervenkostüms und des Mobiliars - ein eigenes Leben führen kann. Jim ist der "Sendbote der Realität, von der wir anderen uns abgesondert haben", wie Tom selber erklärt. Doch auch wenn Jim wider Erwarten Sympathie für Laura entwickelt, es sogar zum Kuss auf den Mund und zu durchaus begründeten Wünschen kommt - die Realität hat immer den längeren Hebel: Hier besteht er darin, dass Jim, wie ihm dann noch rechtzeitig einfällt, bereits verlobt ist.“ (www.berlinonline.de)

Weitere Informationen: www.gorki.de
 
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