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Roberto Zucco
(Bernard-Marie Koltès / Schauspielhaus Bochum)

Inhalt: Roberto Zucco ist ein mehrfacher Mörder. Nachdem er seinen Vater aus dem Fenster geworfen hat, steckt man ihn ins Zuchthaus. Er flieht, besucht seine Mutter, küßt sie, streichelt sie und drückt sie zu Tode. Er vergewaltigt ein kleines Mädchen, ersticht einen Polizeiinspektor und erschießt einen Jungen. Aber Zucco mordet weder aus Not noch aus Leidenschaft, weder ist er ein Räuber noch ist er ein Rächer: 'Ich habe keine Feinde, und ich greife nicht an. Ich zerquetsche die anderen Tiere nicht aus Bosheit, sondern weil ich sie nicht gesehen habe und weil ich auf sie getreten bin.' Und da er kein Motiv hat, hat er auch nicht das Bewußtsein, etwas Böses zu tun: 'Ich bin ein normaler vernünftiger Junge. Monsieur: Ich bin nie auffällig geworden. (...) Ich bin kein Held. Helden sind Verbrecher.'

Inszenierung: Christiane Paulhofer
Besetzung: Andreas Pietschmann, Annika Kuhl, Margit Carstensen, Manfred Böll, Traute Hoess, Matthias Leja, Joana Schümer (Maren Eggert), Heiner Stadelmann, Samir Osman, Steffen Schult, Sebastian Wirnitzer, u. a.
Premiere: 13. März 1998
„Roberto Zucco“ war Andreas Pietschmanns erste große Hauptrolle.

Presse

„Andreas Pietschmann ist ein hübscher, flackernder, im Geiste immer ganz weit entrückter Roberto, ein Aus-der-Welt-Gefallener, der mit jedem Mord eine Tür hinter sich zuklappt. Man erreicht ihn längst nicht mehr – aber man sieht ihm fasziniert zu auf seinem Weg ins Nichts des Sonnenlicht.“ (SZ, 18.03.1998, Autor: Christine Dössel)

„Andreas Pietschmann hält die Titelrolle auf dem schmalen Grat zwischen Heroisierung und Dämonisierung: Kein Monster und kein Heiliger, dafür ein unscheinbarer Schlafwandler, flackernd und feinnervig. Wunderbar dicht und tiefenscharf gelingen die Auseinandersetzungen Zuccos mit dem Mädchen und seiner Schwester, Annika Kuhl und Joana Schümer...“
(FAZ, 27.03.1998, Autor: Andreas Rossmann)

„Andreas Pietschmann spielt diesen süßen Roberto, und ihm und der Regie von Christiane Paulhofer ist es zu verdanken, dass Kraft und Körperlichkeit ihn mehr charakterisieren als jede noch so vielschichtige Psychologisierung. Er flennt und wimmert, er ist gnadenlos, rastlos, er strotzt, er haut auf die Kacke. Auch wenn seine Sprache immerzu eine Idee zu poetisch ist, um als Realismus durchzugehen, auf den Weg zur Sonne macht sich schließlich die Überlebensmaschine, nicht die Seele.“ (Coolibri, 5/98, Autor: Andreas Lammers)

„Andreas Pietschmann als Zucco, sanft wach geküßt wie von Pasolini, schlafwandelt als in sich versunkener, passiver, nahezu imaginärer, umnachteter Sonnenanbeter.“ (Westdeutsche Zeitung, 16.03.1998, Autor: Andreas Wilink)

„Andreas Pietschmann verleiht dem Zucco zudem keine zwielichtigen Züge. Das ist nicht der „Satan“ in Menschengestalt, sondern ein scheinbar netter junge von nebenan dessen Unberechenbarkeit allerdings lebensgefährlich werden kann.“ (Kultur, Autor: Streletz)

„Herausragend: Andreas Pietschmann („Zucco“) und das Bühnenbild von Alex Harb.“ (Autor: Helga Boddenberg)

„Andreas Pietschmann ist selbst als Zucco, der seine Mutter (Margit Carstensen brilliert auch noch als gekidnappte Dame im Park) nach einem lüstern verstreicheltem Liebesvorspiel erwürgt, noch Identifikationsfigur.“ (Westfälischer Anzeiger, 16.03.1998, Autor: Ralf Stiftel)

„Andreas Pietschmanns Roberto ist ein körperlich extrem präsenter Racheengel, ein sanfter Luzifer, ein irrlichterndes Sonnenkind.“
(Westfalen Post, 16.03.1998, Autor: Monika Willer)
 
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